Herbringhauser Talsperre: Fit für kommende Jahrzehnte

Die Sanierung der denkmalgeschützten Staumauer ist abgeschlossen.

Herbringhauser Talsperre: Einweihung sanierte Luftmauer 14.06.2017
Herbringhauser Talsperre: Einweihung sanierte Luftmauer 14.06.2017

Pressemitteilung vom 14.06.2017

Die Sanierung der Staumauer der Herbringhauser Talsperre in Wuppertal ist abgeschlossen. Bei einer Feierstunde im Kreise von Vertretern der Stadt Wuppertal, WSW Energie & Wasser AG, des Wupperverbandes sowie Projektbeteiligten, Firmen und Bezirksvertretung wurde die frisch sanierte Staumauer nun offiziell eingeweiht.

Als damalige Talsperreneigentümerin hatte die WSW Energie & Wasser AG im Juni 2015 die Arbeiten begonnen. Mit der Übernahme der Herbringhauser Talsperre zum 31. Dezember 2015 setzte der Wupperverband als neuer Eigentümer der Trinkwassertalsperre die Sanierung nahtlos fort.

Auf der Luftseite der Staumauer musste das Mauerwerk aufgrund von Alterung und Witterungseinflüssen grundlegend saniert werden.
Dabei wurden schadhafte Mauerteile von Grund auf mit Spritzbeton neu aufgebaut. An gut erhaltenen Mauerteilen war lediglich eine Reinigung und neue Verfugung erforderlich. Ein wichtiger Aspekt war der Denkmalschutz, daher hat die neue Spritzbetonschale ein Fugenbild erhalten. So bilden alt und neu eine einheitliche Optik.
Die Sanierung wurde im laufenden Betrieb durchgeführt und war weitgehend im Dezember 2016 abgeschlossen, die Restarbeiten waren bis Mai 2017 fertig gestellt.
Während der Sanierung der Mauer-Luftseite lieferte die Talsperre weiterhin Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung im benachbarten Wasserwerk Herbringhausen.

„Die Herbringhauser Talsperre ist zum einen ein Baustein in der Wasserversorgung für die Wuppertalerinnen und Wuppertaler“, betonte Bürgermeisterin Maria Schürmann. „Zum anderen bietet sie mit ihrer schönen Umgebung und den Wanderwegen auch Erholung und Entspannung vom Alltag.“

„Dass eine Talsperre mitten in einem Sanierungsprojekt den Eigentümer wechselt, war sicherlich für alle am Projekt Beteiligten eine große Herausforderung“, sagte Claudia Fischer, Generalbevollmächtigte, EC-Leiterin Wassermanagement der WSW Energie & Wasser AG. „Die Zusammenarbeit hat nicht nur in dem Sanierungs-Projekt gut funktioniert, sondern ist auch im betrieblichen Alltag an der Schnittstelle zwischen dem Talsperrenbetrieb durch den Wupperverband und der Trinkwasseraufbereitung in unserem Wasserwerk vorbildlich.“

„Der Erfolg der Sanierung beruht auf der guten Planung, dem Engagement aller Beteiligten und darauf, dass die erfahrenen Talsperren- und Forstfachleute der WSW ihre Talsperren nun weiter als Wupperverbandsmitarbeiter/innen betreuen“, fasst Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes zusammen.

 

Herbringhauser Talsperre

Bauzeit: 1898 bis 1901
Aktuelle Sanierung: Juni 2015 bis Mai 2017
Projektkosten: 2,2 Mio. Euro

Fassungsvermögen: 2,9 Mio. Kubikmeter
Staumauer:
Kronenlänge: 200 Meter
Kronenbreite: 4,5 Meter
Höhe über Gründungssohle: 34 Meter

Die Kerspe-Talsperre (zwischen Kierspe, Halver und Wipperfürth) ist über eine Leitung mit der Herbringhauser Talsperre und dem Wasserwerk Herbringhausen verbunden. Im Wasserwerk der WSW Wasser & Energie AG wird das Talsperrenrohwasser zu Trinkwasser für die Stadt Wuppertal aufbereitet.

expand_less
VOILA_REP_ID=C1257817:0030CCD3