Die Wupper ist auf einem guten Weg

Erfolge und Herausforderungen der Gewässerentwicklung im Fokus der Fachleute

Wupper, Auenpark in Hückeswagen
Wupper, Auenpark in Hückeswagen

Pressemitteilung des Wupperverbandes und der Bezirksregierung Düsseldorf vom 21.06.2017

Die Wupper und ihre Nebenbäche stehen am 21. und 22. Juni in Wuppertal im Fokus der Fachleute. Beim 20. Symposium Flussgebietsmanagement des Wupperverbandes und der Bezirksregierung Düsseldorf richtet sich der Blick auf Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL).

„Wir können sehr zufrieden sein mit dem, was wir in den letzten 20 Jahren schon erreicht haben“, zog Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf Bilanz. „Die Wupper ist auf einem guten Weg und wird zunehmend natürlicher. Nicht nur Lachse kehren zurück, inzwischen scheint sich auch der Biber heimisch zu fühlen. Und die Menschen nehmen den Fluss wieder an und engagieren sich für dieses wichtige Stück Heimat.“

Am 18.06.2002 hatte die Bezirksregierung Düsseldorf zum ersten Gebietsforum Wupper eingeladen. Somit findet in diesem Jahr auch ein kleines Jubiläum, nämlich das 15. Gebietsforum Wupper statt.
Auch Jörg Matthes, Leiter des Dezernates für Wasserwirtschaft bei der Bezirksregierung Düsseldorf, zieht eine positive Bilanz: „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Anstrengungen, unsere Gewässer ökologisch zu verbessern, auch über die Ökologie hinaus viele Vorteile bewirken.“ So betont er insbesondere die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Gewässer und die verbesserte Wohn- und Lebensqualität.

Außerdem hebt Matthes die erfolgreiche Einbindung des Themas Gewässerentwicklung in den Schulunterricht hervor: „Es freut mich, dass wir so auch viele junge Menschen für das Thema begeistern können.“

In den vergangenen Jahren hat der Wupperverband viele kanalisierte und begradigte Flussabschnitte wieder zu lebendigen Flussläufen verwandelt. Diese Arbeit wird weiter fortgesetzt, doch bis zum geforderten „guten Zustand“ der Gewässer ist es noch ein weiter Weg.
Zu den Herausforderungen der kommenden Jahre gehören Fragen wie die weitergehende Reinigung in Kläranlagen zur Entfernung von Spurenstoffen, z. B. Medikamentenrückständen.
Gerade in den dicht besiedelten Industrieregionen Europas stellt sich die Frage, ob und wie die Ziele der Richtlinie bis 2027 erreicht werden können.

Starkregen und Hochwasser – den Auswirkungen des Klimawandels begegnen

Neben der Entwicklung der Wupper und ihrer Nebenbäche setzt das Symposium einen Schwerpunkt auf die Themen Klimawandel, Starkregen, Sturzfluten und Vorsorgemaßnahmen.
Auch im Wuppergebiet sind bereits Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Extremereignisse wie Starkregen kommen häufiger vor, auch längere Trockenperioden nehmen zu.

Daher gewinnt in den Kommunen der Umgang mit urbanen Sturzfluten an Bedeutung.
Neben klassischen Maßnahmen des Hochwasserschutzes an Flüssen, z. B. das aktuelle Projekt von Wupperverband und Stadt Wuppertal am Eschbach in Solingen-Unterburg, ist auch Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger erforderlich.

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