MIKROFLOCK - Ertüchtigung kommunaler Kläranlagen insbesondere kommunaler Flockungsfiltrationsanlagen durch den Einsatz von Aktivkohle

Projektdaten
AntragstellerBietergemeinschaft (s. Feld "Partner")
PartnerInstitut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen ISA, Wupperverband Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft WIW, Tuttahs & Meyer Bochum, AVT RWTH Aachen, Emschergenossenschaft/Lippeverband, iswa Universität Stuttgart, SAG Ingenieure, Wasserverband Eifel-Rur
Beginn des Projektes06/2010
Abschluss des Projektes05/2012
FördermittelgeberMinisterium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (Forschung) und NRW-Bank (Bau)
Fördersumme890.262,80 € (Forschung) und 259.000 € (Bau)
Ziel des Projektes

Durch die Zugabe von Aktivkohle bei der Abwasserreinigung können Spurenstoffe in zum Teil erheblichem Umfang aus der gelösten Phase eliminiert werden. Der gelöste Chemische Sauer-stoffbedarf (CSB), der im Klärprozess nicht entfernt werden konnte, kann im Ablauf der Kläranlage hierüber reduziert werden. Die auf einer Vielzahl insbesondere großer Kläranlagen in NRW verfügbaren Filtrationsanlagen bieten sich für einen solchen Einsatz an: die baulichen Strukturen bestehen bereits, die Filter werden mit weitgehend partikelfreiem Abwasser beaufschlagt und durch die Filtration wird ein Austrag von beladener Aktivkohle in das Gewässer sicher vermieden.
In dem Vorhaben sollen verschiedene Verfahrensansätze auf ihre technische, betriebliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit untersucht und an Filteranlagen in NRW im technischen Maßstab erprobt werden.
Das Projekt ist Teil eines übergeordneten Forschungsvorhabens mit dem Titel „Elimination von Arzneimitteln und organischen Spurenstoffen“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW. Die Projektleitung für dieses Teilprojekt hat der Wupperverband.

Arbeitsprogramm

Auf der Kläranlage Buchenhofen wird die Zugabe von pulverisierter Aktivkohle in den Überstau (den Wasserkörper über dem Filtermaterial) einer Filterkammer und auf der Kläranlage Düren-Merken der Austausch eines gesamten Filterbettes gegen granulierte Kornkohle untersucht. Die Zugabe von Pulveraktivkohle in den Ablauf der Nachklärung mit einer separaten technischen Kohleabscheidung vor der Filteranlage und nachfolgender Sicherheitsfiltration wird zunächst in Versuchsanlagen erprobt, eine Untersuchung im technischen Maßstab ist als Option für ein Folgevorhaben aufgenommen.
Den Untersuchungen ist eine Laborphase zur Auswahl geeigneter Aktivkohlen vorgeschaltet. Konstruktive Fragestellungen werden durch zwei beteiligte Ingenieurbüros abgedeckt. Die Ergebnisse werden in einem praxisorientierten Bericht zusammengeführt. Dieser wird auch eine Bewertung zum Einsatz der Technologie auf weiteren Filteranlagen in NRW enthalten.

Ergebnisse
Die Ergebnisse finden Sie hier zu einem späteren Zeitpunkt.
Nutzen für den Wupperverband

Der Wupperverband möchte aktiv mitwirken, neue Techniken in der Praxis zu erproben. Hierbei sollen Kosten und Nutzen möglichst ausgeglichen sein.

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