TWIST++ - Transitionswege WasserInfraSTruktursysteme

Anpassung an neue Herausforderungen im städtischen und ländlichen Raum
Projektdaten
AntragstellerFraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
PartnerBauhaus-Universität Weimar, Universität Stuttgart (ISWA), IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung GmbH, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), Wupperverband, Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar, Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR (SAL), takomat GmbH; Tandler.com GmbH, 3S Consult GmbH, HST Systemtechnik GmbH & Co. KG, Currenta GmbH & Co. OHG, RAG Montan Immobilien GmbH, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MMUELV)
Beginn des Projektes7/2013
Abschluss des Projektes9/2016
FördermittelgeberEs wird im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ gefördert und ist innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“ Teil des Förderschwerpunkts „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.
Fördersumme4,85 Mio. € Gesamtfördersumme, 200.000 Euro Fördersumme Wupperverband (100% Förderung)
Logo TWIST++
Ziel des Projektes

Die Anpassung von Wasserinfrastrukturen an zukünftige Bedürfnisse in einer sich durch Demografie- und Klimawandel ändernden Welt, ist eine Herausforderungen vor der  Planer und Entscheider stehen. Das Verständnis um die komplexen Abhängigkeiten der Systeme untereinander und der Randbedingungen ist hierbei ein wichtiger Grundstein.
Das Ziel von TWIST++ ist die Weiterentwicklung von integrierten Konzepten für Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssysteme. Zur Lösung der Aufgaben werden in TWIST++ ein Planungsunterstützungssystem und ein Serious Game entwickelt. Das Planungsunterstützungssystem erlaubt die Berücksichtigung innovativer und integrierter Infrastrukturkonzepte bei Umbau- und Erneuerungsplanungen und ermöglicht damit dem Planer alternative Lösungen zu erarbeiten. Das Serious Game bietet intuitiven Zugang zum Kennenlernen und Verstehen innovativer und integrierter Infrastrukturkonzepte. Mit diesen Ansatz sollen die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen der komplexen Systeme spielerisch und auf leicht verständliche Art erklärt und vermittelt werden.
Der Wupperverband bringt als 100% geförderter Projektpartner während der Projektlaufzeit bis Mitte 2016 neben seiner Expertise im Bereich geografischer Informationssysteme und standardisiertem Datenaustausch, FluGGS als projektweite Datendrehscheibe ein. Das System soll auf der Grundlage realer Geodaten in zunächst 3 Modellgebieten (Lünen, Zeche Westerholt, Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar) umgesetzt werden, wobei die Datenbereitstellung, Datenerfassung und das Qualitätsmanagement mit dem FluGGS erfolgen soll. Insbesondere die Verwendung offener Datenschnittstellen ermöglicht es, die Planungstools auf Bereiche im Wupperverbandsgebiet auszudehnen und somit die Planung integrierter Infrastrukturkonzepte zu vereinfachen.

Arbeitsprogramm
3 Modellregionen sollen hierfür untersucht werden:
  • Modellgebiet Lünen
    87.000 Einwohner, seit 10 Jahren rückgängige Bevölkerungszahlen, Abwassernetz: viele räumlich getrennte Teilnetze, z.T. überschwemmungs- bzw. überflutungsgefährdet
  • Modellgebiet Wohlsborn-Rohrbach
    exemplarisch für die Abwasserentsorgung im ländlichen Raum in den neuen Bundesländern; Kanäle z.T. sanierungsbedürftig, hoher Fremdwasseranteil, z.T. Teilortskanäle ohne Anschluss an eine Kläranlage; geringer spez. Wasserverbrauch
  • Ehemalige Zeche Lippe / Westerholt
    ca. 32 ha  zwischen Gelsenkirchen und Herten, stellvertretend für Erschließungs- und Konversionsflächen inmitten angrenzender Wohnbebauung; bestehende Kanalisation ist alt und  überdimensioniert, kein Anschluss im Freispiegel an angrenzende  Siedlungsentwässerung möglich
Erarbeitung eines Konzeptes für die Übertragbarkeit der Ergebnisse
Nutzen für den Wupperverband
  • Beschäftigung mit zukunftsrelevanten Fragestellungen (Kompetenzaufbau)
  • Weiterentwicklung des FluGGS im Bereich der Kanalsysteme
  • Entwicklung und Implementierung von offenen Datenschnittstellen zur Anbindung realer Geodaten
  • Sicherstellung der Übertragbarkeit des Planunterstützungssystems und des Serious Games für Verbandsmitglieder
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