Wasserwirtschaft in NRW bietet Mehrwert für Mensch und Natur

Die nordrhein-westfälischen Wasserwirtschaftsverbände im Gespräch mit Umweltministerin Ursula Heinen Esser

Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser trifft die Vorstände der Wasserwirtschaftsverbände an der Großen Dhünn-Talpserre.
Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser trifft die Vorstände der Wasserwirtschaftsverbände an der Großen Dhünn-Talpserre.

Pressemitteilung der agw vom 26.09.2018

Die Große Dhünn-Talsperre des Wupperverbands bot am Mittwoch die passende Kulisse für ein gemeinsames Treffen der Vorstände der öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen mit Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Sauberes Wasser ist nicht nur die Lebensgrundlage der Menschen und einer lebendigen Flora und Fauna, sondern war in den vergangenen 100 Jahren auch mitverantwortlich für das wirtschaftliche Wachstum der ganzen Region unter dem Druck von Industrialisierung, Bevölkerungswachstum und Verstädterung. Dies führte ab Beginn des 20. Jahrhunderts zur Gründung der sondergesetzlichen Wasserwirtschaftsverbände – einzigartig in Deutschland.

Ministerin Ursula Heinen-Esser stellte die Verdienste der Wasserwirtschaftsverbände in den Vordergrund ihrer Ausführungen, wies aber auch darauf hin, dass Wasserwirtschaft dynamisch ist und sich stets auch neuen Anforderungen stellen muss.

„Die Sonderstellung der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen hat die Wasserwirtschaft in ihren Einzugsgebieten geprägt und gestaltet. Neue Anforderungen wie die Auswirkungen des Klimawandels und neue stoffliche Belastungen werden die Zukunft der Wasserwirtschaft prägen“, betont die Ministerin.

„Heute ist die Wasserwirtschaft in NRW auf einem sehr hohen Standard. Qualitativ bestes Trink- und Brauchwasser, eine Abwasserbeseitigung auf hohem technischen Niveau und die ökologische Verbesserung unserer Gewässer sind der Beweis für die geleistete Arbeit“, sagt Dr. Uli Paetzel, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in NRW e.V. (agw) und zugleich Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes.

Durch gesetzlichen Auftrag haben die Wasserwirtschaftsverbände die Verantwortung für die Erhaltung und Verbesserung des Wasserschatzes in ihren jeweiligen Flusseinzugsgebieten übernommen. Zu ihren Aufgaben zählen neben der Abwasserbeseitigung, die Regelung des Wasserabflusses bei Hochwasser und in Trockenzeiten sowie die Überwachung der Grundwasserstände in aktiven und ehemaligen Bergbaugebieten. Sie kümmern sich auch um die Unterhaltung und Renaturierung der Flüsse sowie um den Schutz und die Bereitstellung der erforderlichen Wasserressourcen für die Trinkwassergewinnung.

Die Wasserwirtschaftsverbände freuen sich, dass Umweltministerin Ursula Heinen-Esser der Einladung der agw gefolgt ist. Neben der Vorstellung des komplexen Aufgabenkanons der Verbände stand die gemeinsame Diskussion mit der Ministerin um zukünftige Herausforderungen und die Vielfältigkeit der Wasserlandschaft in NRW im Vordergrund.

 

Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw) ist ein Zusammenschluss aus Aggerverband, Bergisch-Rheinischem Wasserverband, Emschergenossenschaft, Erftverband, Lineg, Lippeverband, Niersverband, Ruhrverband, Wahnbachtalsperrenverband, Wasserverband Eifel-Rur und dem Wupperverband. Unsere Maxime: Wasserwirtschaft in öffentlicher Verantwortung!

Die Verbände der agw decken etwa die Hälfte der Fläche des Landes NRW ab und betreiben 300 Kläranlagen mit rund 19 Mio. Einwohnerwerten. Neben diesen betreiben sie noch 37 Talsperren und sind für die Betreuung von rund 17.700 km Fließgewässer verantwortlich.

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