Dezember: Regen machte nur selten Pause

Nach Weihnachten fiel Schnee

Pressemitteilung vom 19.01.2015

Nach den eher trockenen Herbstmonaten Oktober und November machte im Dezember 2014 der Regen im Wuppergebiet nur selten eine Pause. Wie die Auswertung der Wupperverbandes zeigt, lagen die Regenmengen an einigen Messstellen deutlich über dem Durchschnitt. Trocken blieb es je nach Messstelle nur an fünf bis sieben Dezembertagen.
Weiße Weihnachten gab es im Wuppergebiet in diesem Jahr nicht. Erst am 27. Dezember fiel der Niederschlag als Schnee und verwandelte das Wuppergebiet in eine märchenhafte Winterlandschaft.

Spitzenreiter beim Dezember-Niederschlag war die Messstelle an der Bever-Talsperre. Dort wurden für den gesamten Monat 204 Liter Niederschlag gemessen. Das sind 60 Liter mehr als im Durchschnitt.
Auch an anderen oberbergischen Messstellen war es sehr nass, z. B. an der Lingese-Talsperre in Marienheide (177 Liter) oder im Klärwerk Radevormwald (167 Liter).
Richtung Rheinland fiel hingegen deutlich weniger Regen. An der Messstelle im Klärwerk Leverkusen war der Dezember mit 79 Litern Niederschlag pro Quadratmeter nur um drei Liter nasser als im Durchschnitt.

In Wuppertal regnete es an der Messstelle im Klärwerk Buchenhofen mit 130 Litern rund 12 Liter mehr als im Durchschnitt.
An der Messstelle Lindscheid / Große Dhünn-Talsperre lag die Niederschlagsmenge im Dezember mit 122 Litern fast genau im Soll (120 Liter pro Quadratmeter).
Reichlich Regen gab es auch an der Messstelle im Klärwerk Burg. Doch mit 128 Litern Niederschlag pro Quadratmeter regnete es hier dennoch weniger als im Durchschnitt (153 Liter).

In den Talsperren Stauraum für Regenmengen frei

Laut Statistik sind die Monate November, Dezember und Januar im Wuppergebiet die nassesten Monate im Jahresverlauf.
Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt beispielsweise an der Bever-Talsperre in diesem Zeitraum bei über 400 Litern pro Quadratmeter.
In den Wintermonaten hält der Wupperverband in den Talsperren Stauraum frei für den Hochwasserschutz. Bei starkem oder lang anhaltendem Regen und bei Schneeschmelze können die Talsperren als Puffer Wassermengen aufnehmen. Dadurch steigen im Fall von Hochwasser die Wassermengen unterhalb der Talsperren deutlich weniger an, als es ohne Talsperren der Fall wäre. In der Wupper-Talsperre werden im Winterhalbjahr 9,9 Mio. Kubikmeter des Stauraums frei gehalten. Das Gesamt-Fassungsvermögen liegt bei 25,6 Mio. Kubikmetern. In der Bever-Talsperre bleiben im Winter fünf Mio. Kubikmeter frei von insgesamt 23,7 Mio. Kubikmetern.

 

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