Mitgliedsbeiträge des Wupperverbandes: Zielvereinbarungen eingehalten

Beitragsbedarf in den großen Geschäftsbereichen seit Jahren konstant

Pressemitteilung vom 10.12.2015

Am 10. Dezember kamen die Mitglieder des Wupperverbandes in Wuppertal zur jährlichen Verbandsversammlung zusammen.

„2015 war für den Verband ein ereignisreiches und auch erfolgreiches Jahr“, stellten Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer und Vorstand Georg Wulf als Fazit fest.

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der Verband in seinem größten Geschäftsbereich Kläranlagen / Sammler und Entsorgung ein Jahresergebnis von rund 3,5 Mio. Euro, das an die Verbandsmitglieder zurückerstattet wird.
Auch für das Geschäftsjahr 2015 ist ein gutes Ergebnis in den einzelnen Geschäftsbereichen zu erwarten.

Für das Jahr 2016 bleibt der Beitragsbedarf der großen Geschäftsbereiche weiter auf dem Niveau der Vorjahre. Im Geschäftsbereich Kläranlagen / Sammler und Entsorgung sind dies seit dem Jahr 2012 65,3 Mio. Euro.
Im Geschäftsbereich Talsperren und Stauanlagen liegt der Beitragsbedarf seit 2005 bei 10 Mio. Euro.
Nach einem Beschluss aus dem Jahr 2008 steigt der Beitragsbedarf zur Umsetzung von Projekten der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Geschäftsbereich Gewässerunterhaltung um drei Prozent auf 3,15 Mio. Euro.

 

Weniger Regen als im Durchschnitt – mehr Niedrigwasseraufhöhung durch Talsperren

In Sachen Regen war das Jahr 2015 erneut trockener als im Durchschnitt. Die Gesamtregenmenge lag im Wasserwirtschaftsjahr (1.11.2014 bis 31.10.2015) an der Messstelle Bever-Talsperre mit 1.262 Litern pro Quadratmeter um 64 Liter unter dem Durchschnitt (1.326 Liter).
Wie in den Vorjahren gab es wieder sehr niedrige Monatsniederschläge im November 2014 und im Frühjahr 2015.


Damit in Trockenphasen in der Wupper der Mindestabfluss von 3,5 Kubikmetern pro Sekunde am Pegel in Wuppertal sichergestellt ist, wurden in 2015 rund 29 Mio. und damit 10 Mio. Kubikmeter mehr Wasser aus den Talsperren am Oberlauf abgegeben als in 2014. An der Großen Dhünn-Talsperre lag die Wasserabgabe zur Niedrigwasseraufhöhung der Dhünn in 2015 mit 7,4 Mio. um 3,2 Mio. Kubikmeter höher als in 2014.

 

Projekte: Herausforderungen an den Talsperren – Optimierung der Kläranlagen

In seinem Jahresrückblick ließ Vorstand Georg Wulf unter anderem einige zentrale Projekte Revue passieren. Die Sanierung der Staumauer der Panzer-Talsperre wird im Winter abgeschlossen, so dass anschließend der Probestau beginnen kann.
Eine Herausforderung stellte in 2015 die Einleitung von 1.700 Kubikmetern Gülle in die Neyetalsperre dar. 100.000 Kubikmeter Gülle-Wasser-Gemisch vom Talsperrengrund konnten in der Kläranlage Hückeswagen mit behandelt werden. Dennoch wird weiterhin zu beobachten sein, wie sich der Zustand der Talsperre langfristig entwickelt.
Beim Hochwasserschutz für den Eschbach läuft die Ausführungsplanung, nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf im Frühjahr 2015 Fördermittel für das Projekt bewilligt hatte.

Das Energiemanagement des Wupperverbandes ist seit 2015 zertifiziert nach DIN ISO 50001. Dies untermauert die kontinuierliche Prozess- und Energieoptimierung der Verbandsanlagen. In den Kläranlagen wird zum Beispiel die Optimierung der biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage Buchenhofen oder die energetische und verfahrenstechnische Optimierung der Kläranlage Burg umgesetzt.
Auch die ökologische Entwicklung der Wupper und ihrer Nebenbäche schreitet voran. Weitere Projekte wurden in 2015 umgesetzt, z. B. gemeinsam mit der Stadt Wuppertal an der städtischen Wupper oder auch an der Wupper in Hückeswagen oder an der südlichen Schwelme in Schwelm.

 

Kooperationen: Weichenstellung für die Zukunft

Darüber hinaus stand das Jahr 2015 im Zeichen der Weiterentwicklung von Kooperationen zwischen dem Wupperverband und seinen Mitgliedern und Partnern.

Gemeinsam mit weiteren Verbänden will der Wupperverband einen gesicherten Weg zur Klärschlammentsorgung beschreiten. Der Verband wird mit weiteren Partnern eine Planung für eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage aufstellen. Nach Fertigstellung der Genehmigung wird entschieden werden, ob der angedachte Weg mit Blick auf die dann aktuellen wirtschaftlichen und umweltpolitischen Rahmenbedingungen die für die Zukunft richtige Entscheidung ist.

Seit 45 Jahren werden in der Gemeinschaftskläranlage Leverkusen kommunale und industrielle Abwässer gemeinsam gereinigt. Der Wupperverband betreibt die mechanische Reinigungsstufe. Die biologische Reinigung des Abwassers erfolgt im Anlagenteil der Currenta GmbH & Co. OHG. Frühzeitig untersuchen beide Betreiber gemeinsam die Möglichkeiten zur Verlängerung der Kooperation ab dem Jahr 2021.

Auf der Tagesordnung der Verbandsversammlung stand ein Beschluss zur Übernahme von zwei Talsperren der WSW Energie & Wasser AG durch den Wupperverband. Die Wupperverbands-Mitglieder haben diesem Vorhaben zugestimmt.
Weitere Auskünfte zu diesem Thema erhalten Sie in einer separaten Pressemitteilung.

Im Jahr 2015 begann darüber hinaus eine Kooperation des Wupperverbandes mit der Landwirtschaftskammer zur Beschaffung von Raum für die Gewässer an der Oberen Wupper im Konsens mit den Bewirtschaftern. Das Projekt wird vom Land NRW als Pilotprojekt gefördert und konnte in 2015 bereits erste Erfolge erzielen.
 

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