Wupperverband: Bestes Jahresergebnis der Verbandsgeschichte

Mitgliedsbeiträge bleiben 2017 in den großen Geschäftsbereichen erneut konstant.

Pressemitteilung vom 08.12.2016

In Wuppertal tagte heute (8.12.16) die Verbandsversammlung des Wupperverbandes. Sie besteht aus 101 Delegierten der Wupperverbands-Mitglieder: Städte und Gemeinden, Kreise, Unternehmen der Wasserversorgung und Entsorgung sowie weitere Firmen. 
Für das abgelaufene Jahr zieht der Wupperverband ein positives Fazit. „Insbesondere wirtschaftlich war 2016 für den Wupperverband ein sehr gutes Jahr“, stellten Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer und Vorstand Georg Wulf fest.
Mit dem Jahresabschluss 2015 legte der Verband seinen Mitgliedern das bisher beste Jahresergebnis in der Verbandsgeschichte vor. Im größten Geschäftsbereich, dem Bereich Kläranlagen, Sammler und Entsorgung, wurde ein operatives Ergebnis von 4,8 Mio. Euro erzielt. Diesen Betrag erstattet der Wupperverband an seine Mitglieder zurück.
Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet der Wupperverband wiederum mit einem positiven operativen Ergebnis.
In 2017 bleibt der Beitragsbedarf der großen Geschäftsbereiche weiter auf dem Niveau der Vorjahre. Im Geschäftsbereich Kläranlagen/ Sammler und Entsorgung sind dies seit 2012 65,3 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Talsperren und Stauanlagen liegt der Beitragsbedarf seit 2005 bei 10 Mio. Euro. Nach einem Beschluss aus dem Jahr 2008 steigt der Beitragsbedarf zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Geschäftsbereich Gewässerunterhaltung jährlich um drei Prozent und liegt für 2017 bei 3,2 Mio. Euro.

Zwei weitere Trinkwassertalsperren in der Regie des Verbandes

Ein besonderes Ereignis für den Wupperverband war die Übernahme von zwei Trinkwassertalsperren von der WSW Energie & Wasser AG. Mit der Übernahme der Kerspe-Talsperre und der Herbringhauser Talsperre zum Jahreswechsel 2015 / 2016 hat der Verband nun zwei weitere Trinkwassertalsperren in seiner Regie. Zusammen mit der Großen Dhünn-Talsperre, der zweitgrößten Trinkwassertalsperre Deutschlands, verfügen diese Talsperren über ein Stauvolumen von 99 Mio. Kubikmetern. Somit konnte der Wupperverband seine Rolle als kompetenter Talsperrenbetreiber im Wuppergebiet weiter festigen und kann seine Talsperrenbewirtschaftung zukünftig noch stärker ganzheitlich ausrichten.

Anlagen auf dem neuesten Stand

Beim Betrieb seiner 11 Kläranlagen, der 14 Talsperren sowie der Sammler und Becken setzt der Wupperverband kontinuierlich Projekte um, damit die Anlagen auf dem Stand der Technik sind und – insbesondere bei den Kläranlagen – die Energieeffizienz optimiert wird. In der größten Kläranlage des Verbandes, Buchenhofen, wurde in alle sechs Belebungsbecken ein energieeffizienteres Lufteintragssystem eingebaut. Die Kläranlage Marienheide wird noch bis 2018 umfassend modernisiert. Im Zuge einer Verfahrensumstellung wird der Verband in dieser Kläranlage zukünftig auch Strom und Wärme aus Klärgas erzeugen.
Nach Abschluss der Sanierung wurde die Staumauer der Panzer-Talsperre im Juni eingeweiht. Zum Jahresende wird auch die Sanierung der Staumauer-Luftseite der Herbringhauser Talsperre weitgehend abgeschlossen.
Bei der Gewässerentwicklung konnte der Wupperverband durch Projekte an zwei Wehren im Stadtgebiet Wuppertal eine deutliche Verbesserung in Sachen Durchgängigkeit der Wupper erzielen. Diese Wehre sind nun für Wanderfische und Kleinlebewesen passierbar. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Rückkehr empfindlicher Fischarten wie Lachse und Meerforellen.

Regenmengen im Wasserwirtschaftsjahr 2016 leicht im Plus

Das Wasserwirtschaftsjahr 2016 (1. Nov. 2015 bis 31. Okt. 2016) war im Wuppergebiet mit 1.396 Litern pro Quadratmeter etwas nasser als im langjährigen Durchschnitt (1.326 Liter, Messstelle Bever-Talsperre).
Prägnant waren die deutlich zu nassen Wintermonate November 2015, Januar und Februar 2016. Diese brachten insbesondere der Großen Dhünn-Talsperren einen guten Zuwachs des Wasservorrats. Der Juni war mit seiner Regenmenge von über 200 Litern extrem nass für einen Sommermonat.
Zum Teil deutlich trockener als im Durchschnitt waren hingegen die Monate März bis Mai sowie Juli bis Oktober. Der September war an der Bever-Talsperre sogar der zweittrockenste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900.

expand_less
VOILA_REP_ID=C1257817:0030CCD3