Extremer Starkregen am 29.05.2018

Wuppertal besonders betroffen

Stand der Information: 30.05.2018 (zuletzt aktualisiert 30.5.18, 18.12 Uhr)

Im Wuppergebiet gab es am 29.5.2018 ein sehr extremes Starkregenereignis, von dem insbesondere das Stadtgebiet Wuppertal betroffen war.

Im Stadtgebiet von Wuppertal fielen innerhalb von 60 Minuten 85 Liter Niederschlag pro Quadratmeter an der Messstelle Wuppertal-Barmen. Das entspricht der Regenmenge, die sonst im ganzen Monat Mai fällt. Die Starkregenzelle war sehr begrenzt. Im Westen der Stadt Wuppertal, an der Messstelle Buchenhofen, wurden im gleichen Zeitraum nur 5 Liter pro Quadratmeter gemessen.
Der extreme Regen in Wuppertal sorgte für einen sprunghaften Anstieg der Wupper. Kurzfristig war der Pegel im Stadtgebiet bis auf 193 Kubikmeter pro Sekunde gestiegen. Nach dem Regen sank der Wasserstand allerdings auch sehr schnell wieder.

In den bisherigen Aufzeichnungen (mit Lücken in den Kriegsjahren seit 1934) stellte dies ein einzigartiges Ereignis am Wupper-Pegel Kluserbrücke dar. Weder im Spitzenwert von 193 m³/s noch in der Geschwindigkeit des Anstieges (das zweitgrößte Ereignis im Dezember 1960 brauchte zwei Tage bis es auf 172 m³/s anstieg) wurde bisher so ein Ereignis aufgezeichnet. Das Ereignis vom Juni 2013 hatte eine ähnliche Charakteristik, damals stieg der Wupperpegel allerdings lediglich bis auf 119 m³/s an. Die statistische Einordnung der Niederschläge wird derzeit noch erarbeitet.

Die Hydrologen vom Dienst beim Wupperverband waren in Bereitschaft und im Kontakt mit den Einsatzkräften.
Ebenso war der Betrieb Gewässerunterhaltung des Wupperverbandes im Einsatz. Bereits unmittelbar nach dem Starkregen wurden erste Einsätze gefahren, insbesondere an Wuppertaler Bächen. Heute und in den nächsten Tagen stehen für den Gewässerbetrieb zwei Aufgaben an oberster Stelle: betroffene Bachläufe wieder herzurichten und dafür zu sorgen, dass das Wasser ungehindert fließen kann und auch die Bachläufe als Vorsorge im Fall von möglichen weiteren Gewittern in den nächsten Tagen zu kontrollieren.

Im Gebiet oberhalb der Wupper-Talsperre ist der Wupperpegel deutlich geringer angestiegen.
Da die große Regenmenge weitestgehend unterhalb des Einzugsgebietes der Wupper-Talsperre gefallen ist, war der Pegel der Wupper in Wuppertal so stark angestiegen.

Derzeit werden vom Wupperverband Meldungen zu Einsätzen und Schäden aufgenommen und nach Priorität bearbeitet. Ein Gesamtüberblick zu sämtlichen Vorkommnissen an Bachläufen oder entstandenen Schäden wird erst in den kommenden Tagen möglich sein.

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PDF Infografik Pegel zum Hochwasserereignis Wuppertal 29.05.2018 86,9 KB file_download
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