Hinwendung zum Fluss

Seit die Wupper wieder auf dem guten Weg zu einem belebten Fluss ist, wenden sich auch die Bürgerinnen und Bürger „ihrem“ Fluss verstärkt zu. Wir begleiten die Entwicklung auch in unseren ökologischen Gewässerprojekten und begrüßen die Hinwendung zur Wupper. Dies muss immer im Einklang mit der Natur und den wasserwirtschaftlichen Zielen erfolgen. Wir haben hier Beispiele zusammengestellt, wo dieser Zusammenklang bereits gelungen oder in Arbeit ist.

Freizeit

Es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten an der Wupper, die die Wupper erfahrbar machen: Sie können z. B. die Wupper auf dem Wupperweg erwandern oder an offiziellen Badestellen einiger an der Wupper liegenden Talsperren schwimmen u. v. m. Infos finden Sie unter dem Stichwort „Freizeit“ (s. Infobox rechts).

Brückenpark Müngsten Regionale 2006 (Remscheid – Solingen – Wuppertal)
Genau im Städtedreieck der Bergischen Großkommunen ist ein Landschaftspark an der der Wupper entstanden. Eröffnet wurde er im Mai 2006 im Rahmen der Regionale 2006. Wo die 1897 erbaute, höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands (107 m über Grund) das Tal der Wupper überspannt, suchen rund 300.000 Besucher/-innen jährlich Erholung. Gestaltete Ufer- und Auenbereiche an der Wupper entfalten hier einen besonderen Reiz. In der Nähe in einem Europäischen Naturschutzgebiet an der Wupper hat sogar der seltene Eisvogel ein zu Hause.

http://www.brueckenpark-muengsten.de/brueckenpark/
Blick von der Laga-Wackelbrücke auf die Dhünn in Leverkusen
Blick von der Laga-Wackelbrücke auf die Dhünn in Leverkusen
Neuland-Park (Landesgartenschau Leverkusen 2005)

2005 fand die Landesgartenschau in Leverkusen statt. Die LAGA wurde hier auf einer ehemaligen, nun versiegelten Deponie errichtet. In diesem Zusammenhangwurde auch die so genannte Wackelbrücke über die Dhünn-Auen gebaut, die der Wupperverband im Jahr 2003 renaturiert hat.

http://www.neuland-park.de/neuland-park/bauten/
 

Wuppertreppe am Islandufer in Wuppertal-Elberfeld
Wuppertreppe am Islandufer in Wuppertal-Elberfeld
Wupperzugänge, -balkone und Wege (Wuppertal)

Bereits in den 90ern wurde in Wuppertal das Projekt „Lebensader Wupper“ gestartet, das die Wupper wieder (er)lebenswert machen sollte. Mit der Regionale 2006 hat dieses Anliegen noch einmal neuen Schwung bekommen. Hier sind von der Stadt Wuppertal in Abstimmung mit uns an vielen Stellen Wupperbalkone und Zugänge zur Wupper geschaffen worden. Ergänzt wird dies durch die naturnahe Gestaltung der Wupper im Stadtgebiet, die die Stadt und wir gemeinsam umsetzen.
https://www.wuppertal.de/tourismus-freizeit/gruenes_wuppertal/gruene_anlagen/102370100000153703.php

Der Trend setzt sich fort. Dezember 2013 bezog die Junioruni Wuppertal den Neubau an der Wupper in Wuppertal-Barmen. Hier wurde eine Zuwegung zur Wupper zu Forschungszwecken eingerichtet. Die Stadt und wir haben an dieser Stelle den Flusslauf naturnah gestaltet.
http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_wupper_junioruni_20140417.html

Am Arrenberg in Wuppertal-Elberfeld hat sogar ein privater Investor die Renaturierung, die wir umsetzten, im Rahmen einer Quartiersentwicklung gefördert. Dort ist darüber hinaus vom Investor ein Stück Weg an der Wupper entlang entstanden, der von Kunstfiguren gesäumt wird.
http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_wupper_arrenb_start_20140702.html
 

Gewässerbeschilderung mit den Bürgervereinen (Wuppertal)

In 2014 sind die Bürgervereine in Wuppertal an uns mit der Bitte herangetreten, die Gewässer in Wuppertal mit Schildern zu versehen. Da es gut 90 Gewässer in Wuppertal mit einer Länge über 900 m gibt, werden wir hier gemeinsam eine Auswahl treffen. Den Auftakt bildete der Herbringhauser Bach.
 

Quelle (Marienheide)

Die Quelle bzw. das Quellgebiet der Wupper umfasst ca. 27 - 37 kleinere Quellen, je nach Jahreszeit, Niederschlags- und Temperatursituation. Diese Quellen, die in einem unter Naturschutz stehenden Hochmoor zu Tage treten, liegen in der Nähe der Ortschaft Börlinghausen bei Marienheide. Hier heißt die Wupper noch Wipper. Bei der Vereinigung der vielen Quellchen weist eine Tafel 'Wupperquelle' auf diesen Beginn hin, um für die Menschen den Ursprungsort der Wipper/Wupper erfahrbar zu machen.  

WupperVielfalt: Informationen zu Natur und Kulturlandschaft
WupperVielfalt: Informationen zu Natur und Kulturlandschaft

Wasserquintett (Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald, Wipperfürth)

Der Begriff „Wasserquintett“ steht für fünf Talsperren (Wupper-, Bever-, Neye-, Lingese- und Brucher-Talsperre) im Oberbergischen Raum. Der Raum an, um und zwischen diesen Talsperren war ein Projektgebiet für die „Regionale 2010“. Beteiligt waren die Städte und Gemeinden Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth sowie der Wupperverband. Ziel war es, die einzigartige Talsperrenlandschaft regional und überregional erlebbar zu machen und miteinander zu vernetzen.
In diesem Rahmen wurde zum einen auf einer alten Bahntrasse ein Radweg geschaffen, der entlang des Wupperlaufs die Talsperren verbindet.

http://www.wupperverband.de/internet/mediendb.nsf/gfx/7F92ADD3E4D89CB4C1257CBD0036FF3F/$file/Flyer_Wasserquintett_Bahntrassenweg.pdf

Zudem wurde die Basisstation Wasserquintett in Wipperfürth errichtet. Im Jahr 2014 startete dort die Ausstellung Wuppervielfalt, die von der Biologischen Station Oberberg entwickelt wurde und an der wir uns mit Infotafeln beteiligt haben.

Auenpark Hückeswagen
Auenpark Hückeswagen

Auenpark (Hückeswagen)

In Hückeswagen hat der Wupperverband 5 km Fluss renaturiert, auch im Bereich des in 2014 geschaffenen Auenparks. In diesem Bereich wurde z. B. der Uferverbau entfernt, das Flussbett aufgelockert, 2 Inseln in der Wupper geschaffen etc. So wird im Auenpark erstmals seit Jahrzehnten die Wupper wieder unmittelbar in Stadtnähe erlebbar.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_wupper_hueck_20150120.html?Open&highlight=auenpark
 

Ohlerwiesen (Wipperfürth)
Ohlerwiesen (Wipperfürth)

Ohlerwiesen (Wipperfürth)

In Wipperfürth wurde ein Stück Wupper an den Ohler Wiesen renaturiert. Hauptaspekt war hier die ökologische Umgestaltung; darüber hinaus wurde aus historischen Gründen eine Furt geschaffen, die die Tradition der Stadt als Kreuzungspunkt von Handelswegen über Wipper/Wupper anknüpft. Der Begriff „Furt“ ist im Namen Wipperfürth verankert.

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