Interview mit dem Ausbilder Eckhard Kissler

Ausbilder für Fachkräfte für Abwassertechnik

Eckhard Kissler
Eckhard Kissler

Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Ich bin Anlagenverantwortlicher für das Klärwerk Schwelm und seit dem 01.05.1979 beim Wupperverband tätig.
Der Vorschlag, dass ich Ausbilder werde, kam nicht von mir, sondern von Seiten meines Arbeitgebers, dem Wupperverband.
Ich habe am Beispiel meiner Tochter – aber auch in meinem Bekanntenkreis – erlebt, wie schwierig es ist, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Dies hat mich dazu bewegt, die Ausbildereignung bei der IHK zu erwerben.

Wie sah Ihr bisheriger Berufsweg aus?
Von 1969 bis 1973 habe ich eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei der Firma Gebr. Lisowski gemacht. Anschließend, das heißt von1974 bis1979, habe ich Reparaturschlosser bei der Firma H+G Rüger in Wuppertal gelernt.

In welcher Funktion sehen Sie sich? Als Lehrer? Als Ansprechpartner?
Ein bisschen als Lehrer, aber hauptsächlich Ansprechpartner, denn die eigentliche Ausbildung findet in den verschiedenen Bereichen des Klärwerkes und des Wupperverbandes statt. Hier wird dem Azubi durch erfahrene Mitarbeiter/innen all das vermittelt, was zum Erreichen des Berufsziels wichtig ist. Ohne diese Kollegen/innen wäre eine solch umfangreiche Ausbildung gar nicht möglich. In meiner Funktion überprüfe ich – durch Gespräche mit den ausbildenden Kolleg/innen und dem Azubi – ob dies in ausreichendem Maße geschieht.

Sind Sie bis jetzt immer zufrieden gewesen mit Ihren Auszubildenden oder gab es auch mal „Zwischenfälle“?
Bis heute bin ich mit meinem Azubis sehr zufrieden und es gab bisher keine Zwischenfälle.

Worauf legen Sie bei einem Auszubildenden besonders wert?
Auf Identifikation mit seinem Lehrberuf und auf Ehrlichkeit gegenüber seinem Ausbilder und den ausbildenden Kolleg/innen.

Gibt es regelmäßige Gespräche mit den Auszubildenden, um über die bisherigen Erfahrungen zu sprechen?
Ja, bei Vorlage des Berichtsheftes sehe ich welche Tätigkeiten ausgeübt wurden und über diese sprechen wir dann. Auch nach dem Blockunterricht in der Berufsschule finden Gespräche über den Lernstoff und über geschriebene Klassenarbeiten statt. Zudem erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit den Klassenlehrern.

Wie ist es für Sie, jedes Jahr neue Auszubildende kennen zulernen?
Auf den Klärwerken gibt es alle 3 Jahre einen neuen Auszubildenden. Es sollen aber regelmäßige Treffen mit allen Ausbildern und Azubis stattfinden.
Dabei lernt man natürlich auch die Azubis und Ausbilder von den anderen Dienststellen kennen und kann Erfahrungen austauschen. Ich finde, diese Treffen sind eine tolle Sache.

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