Interview mit dem Ausbilder Martin Gross

Ausbilder für Fachkräfte für Abwassertechnik

Martin Gross
Martin Gross

Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Ich bin für die Klärwerke Hückeswagen und Marienheide als Abwassermeister verantwortlich und seit April 1988 beim Wupperverband tätig.
Da ich als Abwassermeister weiß, wie wichtig es ist, gut ausgebildete Mitarbeiter/innen zu haben, ist es für mich selbstverständlich, junge Menschen auszubilden und so bin ich zum Ausbilder für Abwassermeister geworden. Des Weiteren ist die Zusammenarbeit mit jungen Menschen sehr interessant.

Wie sah Ihr bisheriger Berufsweg aus?
Ich habe mit einer Ausbildung zum Maschinenschlosser begonnen, anschließend habe ich die Fachhochschulreife gemacht. Danach führte mich mein Weg zur Bundeswehr. Danach habe ich als Bauschlosser gearbeitet und anschließend meine Schlossermeisterausbildung gemacht. Daraufhin wurde ich Leiter einer Bauschlosserei. Hierauf folgte die Ausbildung beim Wupperverband zum Ver- und Entsorger und anschließend habe ich meine Ausbildung zum Abwassermeister gemacht.

In welcher Funktion sehen Sie sich? Als Lehrer? Als Ansprechpartner?
Ich sehe mich eher als Ansprechpartner für die Auszubildenden und bedingt als Lehrer, denn einen großen Teil der praktischen Ausbildung übernehmen die Kollegen, weil Sie dem Auszubildenden die fachlichen Dinge und Informationen des Ausbildungsberufes im täglichen Tun und Handeln vermitteln. Ich bin für die Auszubildenden in erster Linie Ansprechpartner bei Fragen und Problemen.

Sind Sie bis jetzt immer zufrieden gewesen mit Ihren Auszubildenden oder gab es mal „Zwischenfälle“?
Bis zum heutigen Tag kann ich überwiegend Positives über die Auszubildenden berichten. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich mit den Auszubildenden immer einer Meinung war. Nichtsdestotrotz kann ich sagen, dass es bis heute keine großen „Zwischenfälle“ gab und ich hoffe, dass dies auch weiterhin so bleibt.

Worauf legen Sie bei einem Auszubildenden besonders wert?
Wichtig sind mir die so genannten „Schlüsselqualifikationen“, das heißt für mich: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Offenheit, Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Zusätzlich finde ich es wichtig, dass die Auszubildenden Interesse am Ausbildungsberuf zeigen.

Gibt es regelmäßige Gespräche mit den Auszubildenden, bei denen sie gemeinsam über die bisherigen Erfahrungen sprechen?
Bei uns gibt es in regelmäßigen Abständen Gespräche mit den Auszubildenden. Ich als Ansprechpartner für die Auszubildenden, suche das Gespräch mit den Auszubildenden auch zwischendurch, um eventuell anstehende Unklarheiten sofort zu besprechen und auszuräumen.

Wie ist es für Sie, jedes Jahr neue Auszubildende kennen zulernen?
Bisher habe ich nur jedes dritte Jahr einen Auszubildenden. Es ist immer wieder sehr spannend, wenn ein neuer Auszubildender bei uns auf den Klärwerk Hückeswagen seine Ausbildung beginnt. Die Arbeit mit den jungen Menschen ist sehr abwechslungsreich und bereitet viel Freude, wenn das Ergebnis stimmt. Dennoch kostet es viel Zeit und Einsatz, dem Auszubildenden gerecht zu werden.

Was gibt es aus Ihrer Sicht ansonsten noch zu ergänzen?
Zur Sicherung des wirtschaftlichen Fortschrittes ist es sehr wichtig, jungen Menschen eine gute Berufsausbildung zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass in der Ausbildung auch neben den fachlichen Kompetenzen die sozialen Aspekte vermittelt werden.

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