Der Leimbach kann wieder natürlich fließen

Die Renaturierung des Wupperverbandes in der Ortslage Leverkusen-Höfen ist abgeschlossen.

Leimbach in Leverkusen nach der Renaturierung, Foto: Stadt Leverkusen
Leimbach in Leverkusen nach der Renaturierung, Foto: Stadt Leverkusen

Pressemitteilung vom 13.01.2020

Der Leimbach in der Leverkusener Ortslage Höfen hat ein natürliches Bachbett erhalten. Auf einer Länge von 100 Metern hat der Betrieb Gewässer des Wupperverbandes den zuvor kanalartigen, technisch ausgebauten Bachlauf umgestaltet. Jetzt kann er in Schwüngen und Bögen fließen und ist für Fische und Kleinstlebewesen wieder durchgängig. Die Arbeiten dauerten 6 Wochen und waren im Dezember 2019 abgeschlossen. 

Leimbach in Leverkusen vor der Renaturierung, Foto: Stadt Leverkusen
Leimbach in Leverkusen vor der Renaturierung, Foto: Stadt Leverkusen

Der Leimbach entspringt in Odenthal-Blecher und mündet nach ca. 6 Kilometern nahe der Leverkusener Ortslage Leimbacher Berg oberhalb des Freudenthaler Sensenhammers in die Dhünn. 
In der Ortslage Höfen wurde der Bach seit ca. 100 Jahren durch ein fast 3 Meter hohes und 6 Meter breites Wehr angestaut. Dies diente zur Speisung einer Teichanlage, die früher zum Betrieb einer Mühle und dann als Fischteich genutzt wurde. 
Die wasserrechtliche Erlaubnis für den Aufstau war bereits seit einigen Jahren erloschen. Der Betrieb der Stauanlage innerhalb des liebevoll gestalteten privaten Gartengrundstücks wurde jedoch noch geduldet. 

Im Frühjahr 2019 schlossen der Wupperverband, der Grundstückseigentümer und die Stadt Leverkusen eine Vereinbarung, um den Leimbach ökologisch zu entwickeln und für alle Beteiligten eine vertretbare Lösung zu finden. Das Projekt wurde als Gewässerunterhaltungsmaßnahme durch die Untere Wasserbehörde und Untere Naturschutzbehörde Leverkusen genehmigt.
Nach Abschluss des Projekts hat der Leimbach nun wieder eine natürliche Struktur und mäandert durch die Talaue. 
Dies ist ein weiterer Baustein zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und zur natürlichen Entwicklung des Fluss-Systems Dhünn. 
Das Land NRW fördert das Projekt mit 80 Prozent der Kosten.

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