Mai brachte erneut wenig Regen

Es fiel nur ein Viertel der durchschnittlichen Niederschlagsmengen

Pressemitteilung vom 09.06.2020

Auch im Mai regnete es nur an sehr wenigen Tagen. Damit setzte sich der Trend seit Mitte März fort. Dies ergeben die Auswertungen des Wupperverbandes.

An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen im Mai 19 Liter Regen pro Quadratmeter. Üblich sind dort 79 Liter. Damit war es der niederschlagsärmste Mai seit 1975, damals fielen 18 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen waren es 20 Liter, durchschnittlich sind es 82 Liter. Hier war es der niederschlagsärmste Mai seit 1989, in dem Jahr fielen 19 Liter. In der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal wurden 15 Liter erfasst, das langjährige Mittel beträgt dort 74 Liter. Damit war der Mai 2020 der niederschlagsärmste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnung an dieser Messstelle im Jahr 1961. 13 Liter waren es in der Kläranlage Solingen-Burg, im Durchschnitt sind es 88 Liter. Auch hier ist es der niederschlagsärmste Mai seit der dortigen Wetteraufzeichnung im Jahr 1961.

Am meisten Regen fiel an der Messstation Friedrichsthal in Wipperfürth mit 26 Litern. Am wenigsten Regen kam in Schwelm vom Himmel, in der Kläranlage wurden lediglich 8 Liter gemessen, 78 Liter sind dort sonst üblich.

Der Regen fiel am Monatsanfang und an vereinzelten Tagen wie z. B. dem 10. oder 24. Mai.

Nach einem sehr nassen Februar und einem nassen Start in den März blieb es ab Mitte März weitgehend trocken.
Die Wassermengen in den Talsperren des Wupperverbandes liegen bei 74 Prozent in der Hauptsperre der Großen Dhünn-Talsperre sowie in den Brauchwassertalsperren bei 57 Prozent in der Wupper-Talsperre und 93 Prozent in der Bever-Talsperre. (Stand 8.6.20)

Talsperren unterstützen die Wupper und die Dhünn

Brauchwassertalsperren wie die Wupper-Talsperre und die Bever-Talsperre wurden u. a. für die Niedrigwasserhaufhöhung gebaut. Das heißt aus diesen Talsperren wird in Trockenzeiten das aufgestaute Wasser dem darunterliegenden Gewässer zugeführt. Dies dient dem Schutz von Flora und Fauna. So fließen  am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal auch bei der derzeitigen Trockenheit rund 3,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Ohne die Wasserabgabe aus den Talsperren wäre der Pegelstand der Wupper deutlich niedriger.
Auch die Dhünn wird in Trockenzeiten mit Talsperrenwasser unterstützt. Mit Blick auf die langen Trockenphasen in den letzten beiden Jahren wurde die Mindestabgabe an die Dhünn seit Mai wie schon im Vorjahr angepasst, um den Wasservorrat der Trinkwassertalsperre Große Dhünn vorsorglich zu schonen. Hier fließen zurzeit rund 700 Liter pro Sekunde.
So wird die Schonung des Wasservorrats in der Talsperre mit einer für die Dhünn verträglichen Wasserführung in Einklang gebracht.

Laut DWD: Eisheilige kühler, vereinzelte Waldbrände

An den Eisheiligen wurde es tatsächlich kühler. Der Monat war aber auch geprägt von vereinzelten Waldbränden, die nun aufgrund des trockenen Bodens leichter ausbrechen können. Hier sind die Bürger/-innen zu Vorsicht aufgerufen, auch an den Freizeitbereichen der Talsperren. Feuer sind dort nicht erlaubt.

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