Neuverrohrung der Schwelme: Baubeginn 15. Juni

Berliner Straße circa 6 Wochen in beiden Richtungen einspurig befahrbar

Einlaufbauwerk Schwelmestollen
Einlaufbauwerk Schwelmestollen

Pressemitteilung vom 05.06.2020

Unter dem Gelände des ehemaligen Schwelmer Eisenwerks fließt die Schwelme, ein Zufluss der Wupper, in 3 bis 5 Metern Tiefe durch ein Rohr. Um den Hochwasserschutz an diesem Hotspot zu verbessern, baut der Wupperverband eine neue Verrohrung mit einem doppelt so großen Durchmesser in einer neuen, – nicht durch Gebäude überbauten Trasse.

Ab 15. Juni beginnen die Bauarbeiten. Die Arbeiten starten auf der Berliner Straße auf Höhe der Esso-Tankstelle (ehemals B7 nun L706). Hier wird die Straße voraussichtlich für ca. 6 Wochen, also bis ca. Anfang August, in beide Richtungen einspurig statt zweispurig befahrbar sein. Die Arbeiten finden bewusst weitgehend in den Sommerferien statt, da dann mit einer geringeren Verkehrslast zu rechnen ist.

Der Asphalt wird geöffnet und durch einen Bagger Platz für den Anschlussschacht der neuen Trasse geschaffen. An diesem Punkt laufen auch die nördliche und südliche Schwelme zusammen. Die Neutrassierung erfolgt dann Stück für Stück entgegen der Fließrichtung auf dem Werksgelände des ehemaligen Schwelmer Eisenwerks. Dort ist dann nicht mehr der Straßenverkehr sondern nur noch der Werksverkehr der dort tätigen Firmen betroffen. Die gesamte Baumaßnahme wird ca. 1 Jahr dauern.

Die Kosten betragen nach heutigem Stand 2,73 Mio. Euro.
Im September 2019 erhielt der Wupperverband für das Hochwasserschutz-Projekt von der Bezirksregierung Arnsberg eine Förderzusage über 60%.Die verbleibenden 40 % trägt die Stadt Schwelm.

Perspektivplan Schwelme

Die wesentliche Voraussetzung für die Förderung des Hochwasserschutz-Projektes ist der eigens aufgestellte Perspektivplan Schwelme. Der Plan enthält neben einer intensiven Betrachtung und Bewertung der Schwelme verschiedene Maßnahmen, um den Bachlauf zukünftig zu verbessern.
Die Zielsetzung ist, die technisch ausgebauten Abschnitte der Schwelme natürlicher zu gestalten. Bis 2030 sollen kurz- und mittelfristig durchführbare Teilschritte umgesetzt werden.
Das Land NRW hat bereits angekündigt, die Maßnahmen deshalb in Höhe von 80 % der Kosten zu fördern.

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