Rechtliche Rahmenbedingungen KVB

Klärschlamm als Abfall und Rohstoff

Schlammverwertung-Technik
Schlammverwertung-Technik

Klärschlamm fällt in den verschiedenen Abwasserreinigungsprozessen auf einer Kläranlage an. Deutschlandweit gibt es etwa 10.000 Kläranlagen deren Schlämme heute teilweise in der Landwirtschaft und teilweise thermisch entsorgt werden. Zum einen hat Klärschlamm einen hohen Anteil an Nährstoffen, insbesondere Phosphor, aber er enthält auch Schwermetalle, organische Schadstoffe sowie weitere an den Schlamm adsorbierte Inhaltsstoffe. All diese Stoffe werden durch die Kläranlagen aus dem Wasserkreislauf entfernt und sollten sicher nicht wieder z. B. durch eine landwirtschaftliche Ausbringung in den Wasserkreislauf zurückgebracht werden. Hier stellt die thermische Entsorgung mit der nachfolgenden Phosphorrückgewinnung klar den besten Verfahrensweg dar.

Rechtlich wird der Klärschlamm nach der Entwässerung vom Abwasser zum Abfall, damit gelten die folgenden rechtlichen Rahmenbedingungen:

  • EU Abfallrecht
  • Nationales Abfallrecht
  • Kreislaufwirtschaftsgesetz
  • Klärschlammverordnung,

sowie bei dem Einsatz der Sekundärrohstoffe (P Recycling) das Düngegesetz und die Düngemittelverordnung.
Vor dem Hintergrund dieser Regelungen besteht für die Kommunen und wasserwirtschaftlichen Betreiber kaum noch eine Möglichkeit, die anfallenden Schlämme landwirtschaftlich zu entsorgen. Deshalb entstehen schon derzeit an verschiedenen Stellen im Bundesgebiet und in NRW Engpässe in der Entsorgung von Klärschlämmen, dies führt zu - für einen kommunalen Betreiber - kaum einzuschätzenden preislichen Schwankungen. Im Bereich der Daseinsvorsorge ist daher die öffentliche Hand gefordert, ökologisch und ökonomisch zielführende Wege zu finden. Die Gesellschafter der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH haben sich hierzu auf den Weg gemacht, gemeinsam eine Anlage zu planen, zu bauen und zu betreiben.

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