Verfahrenstechnik KVB

Die bewährte Anlagentechnik auf die modernen Rahmenbedingungen anpassen

Dampfturbine
Dampfturbine

Die Entsorgung von Schlämmen ist ein aufwändiger Prozess, der in der verfahrenstechnisch und baulich kontinuierlich optimierten Verbrennungsanlage Buchenhofen seit 1977 zuverlässig durchgeführt wird. Bereits heute erfolgt die Mitverbrennung von Schlämmen in Zusammenarbeit mit weiteren öffentlich-rechtlichen Partnern.

Für die Zukunft wird gemeinsam mit den Gesellschaftern und einer Planergemeinschaft ein ökologisch und ökonomisch fundiertes Konzept zur Entsorgung der Klärschlämme entwickelt. Im Wesentlichen wird es dabei eine Annahme der Schlämme, eine Aufbereitung/Trocknung und nachfolgend eine Verbrennung in einem Wirbelschichtofen geben. In diesen wird bei Temperaturen um 850 Grad Celsius das verbliebene Wasser verdampft und die Feststoffe werden zerkleinert und verbrannt. Das Prinzip dabei: Luft wird durch den Anströmboden gleichmäßig verteilt in die feinkörnige Wirbelschicht geblasen. Dadurch verbrennt der Schlamm bei einem besonders intensiven Austausch von Gas- und Feststoffen. Nebeneffekt des Prozesses schon jetzt aber auch in Zukunft: Mit Hilfe der heißen Rauchgase wird im Abhitzekessel Prozessdampf erzeugt, der zunächst zur Verstromung in eine Dampfturbine geleitet wird. In einem zweiten Schritt - und das ist der eigentliche Clou der Wärmerückgewinnung - leitet man den Prozessdampf in die Dünnschichttrockner, wo er zur Trocknung der Schlämme genutzt wird. Die schon jetzt niedrigen Emissionswerte der Anlage werden sicher deutlich unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen. Insbesondere für die Rauchgasreinigung wird das verfahrenstechnische Konzept an die neuen rechtlichen Gegebenheiten angepasst.

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