Wasser ist Leben – und Verantwortung
Weltwassertag am 22. März

Pressemitteilung vom 17.03.2026
Am 22. März erinnert der internationale „Tag des Wassers“ seit 1993 jährlich an die Wichtigkeit dieser Ressource. Ohne Wasser gibt es keine Lebensgrundlage auf dem Planeten. In Deutschland haben wir hohe Standards in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Sauberes Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn und unser Abwasser wird in den Kläranlagen gereinigt. Dies ist hierzulande selbstverständlich, daher gerät in Vergessenheit, wie kostbar und lebenswichtig der Zugang zu sauberem Wasser ist. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Water and Gender: Where Water Flows, Equality Grows“.
Aufgaben des Wupperverbands
Der Wupperverband kümmert sich im gesamten 813 km² großen Wuppergebiet um Wasserwirtschaft von der Quelle bis zur Mündung.
Er stellt aus seinen drei Trinkwassertalsperren Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung zur Verfügung. Mit seinen Brauchwassertalsperren reguliert er die Wupper und mildert Hochwasser und Trockenphasen. Insgesamt betreibt der Verband 14 Talsperren. Zudem reinigt er in 11 Kläranlagen das Abwasser von etwa 900.000 Bürger*innen und Unternehmen. Er entwickelt und unterhält die Gewässer mit einer Gesamtlänge von rund 2000 km. Mit Renaturierungen in der Wupper und in ihren Nebenbächen wird das Gewässer wieder natürlicher gestaltet, um Tieren und Pflanzen eine gute Lebensgrundlage zu bieten.
Die Aufgaben des Wupperverbandes sind somit ein zentraler Baustein in der Daseinsvorsorge für die Menschen und im Gewässerschutz.

Wasserverbrauch in Deutschland und Konsum „Virtuelles Wasser“
Bei allen Themen rund um das Wasser ist allerdings jede und jeder Einzelne gefragt. Bürgerinnen und Bürger können erheblich dazu beitragen, die lebenswichtige Ressource zu schützen und sauber zu halten. In Deutschland verbraucht jeder Mensch im Durchschnitt rund 120 Liter Wasser am Tag, dies gilt aber nur für den sichtbaren Konsum. Nicht einberechnet ist das sogenannte „virtuelle Wasser“, bei dem der Verbrauch sogar stetig zunimmt. Als virtuelles Wasser wird die Menge Wasser bezeichnet, die in einem Produkt enthalten ist, beziehungsweise zu der Fertigung des Produkts verwendet wurde. Der virtuelle Wasserverbrauch beträgt täglich ca. 4.000 Liter zusätzlich pro Person. (Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband www.verbraucherbildung.de) Für die Herstellung eines T-Shirts aus Baumwolle werden zum Beispiel 2.700 Liter Wasser benötigt, für 1 Kilogramm Rindfleisch sind es sogar 16.000 Liter Wasser. (Quelle: Virtuelles Wasser auf www.planet-wissen.de)
Durch bewussten Konsum und Verwendung von umweltfreundlichen Produkten kann der virtuelle Wasserverbrauch gesenkt werden.
Gemeinsam für einen bewussten Umgang: Was kann jede*r tun?
Durch sensiblen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser können alle Menschen dazu beitragen, unser Wasser zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren.
Im Haushalt trägt ein sparsamer Einsatz von umweltverträglichen Reinigungsmitteln dazu bei, das Wasser weniger zu belasten.
Um Kläranlagen und die Umwelt zu entlasten, sollte zudem darauf geachtet werden, Abfälle wie Hygieneartikel oder Medikamente nicht über die Toilette, sondern über den Restmüll zu entsorgen.
Weitere Informationen dazu, was jede/r einzelne tun kann, hat der Verband auf seiner Homepage bereitgestellt: https://www.wupperverband.de/service/wissen-und-lernen/themen/was-gehoert-nicht-ins-abwasser
