Transferveranstaltung zum Bergischen Hochwassermeldesystem 4.0 zeigt Potenziale von KI und vernetzter Sensorik für Kommunen
Pressemitteilung vom 18.06.2026
Die Pressemitteilung stammt von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH. Der Wupperverband beteiligt sich an dem Forschungsprojekt "Bergisches Hochwassermeldesystem 4.0" und nahm an der Transferveranstaltung teil.
Solingen, 17. Juni 2026 – Wie können Kommunen Hochwasser künftig frühzeitiger, präziser und datenbasiert erkennen? Antworten auf diese Frage lieferte die Transferveranstaltung „Bergisches Hochwassermeldesystem 4.0 – KI-basiertes Meldesystem bei Hochwasserereignissen: Ergebnisse und Transfer“, zu der die Projektpartner am Mittwoch in das ebbtron Business Center in Solingen eingeladen hatten. Insgesamt nahmen rund 80 Interessierte vor Ort und im Live-Stream an der hybriden Veranstaltung teil.
Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Forschungsprojekts „Bergisches Hochwassermeldesystem 4.0“, das Teil der Initiative „Flagships powered by KI.NRW“ ist.
Die Projektpartner präsentierten, wie durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, vernetzter Sensorik und Echtzeitdaten ein innovatives Frühmeldesystem für Hochwasserereignisse entwickelt wurde. Fachvorträge gaben Einblicke in den Aufbau eines resilienten Sensornetzwerks, das Datenmanagement und die Entwicklung KI-basierter Vorhersagemodelle. Darüber hinaus wurden mögliche Architekturen für eine skalierbaren und hochverfügbaren Cloudbetrieb vorgestellt, sowie die technische Infrastruktur und die Entwicklung einer anwenderfreundlichen App und eines Dashboards.
Das Projekt wurde von einem starken regionalen Konsortium getragen. Beteiligt waren die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, die Berger Gruppe, die Bergische Industrie- und Handelskammer, der Wupperverband, die WSW Wuppertaler Stadtwerke sowie die Bergische Universität Wuppertal.
Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Infrastrukturbetreibern und regionaler Entwicklung verdeutlicht die Bedeutung interdisziplinärer Kooperationen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels.
Besonderes Interesse galt der Frage, wie die im Bergischen Land entwickelten Lösungen auf andere Regionen und Kommunen übertragen werden können. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wasserwirtschaft, Forschung und weiteren Fachbereichen nutzten die Veranstaltung intensiv zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.
„Starkregen- und Hochwasserereignisse werden uns künftig häufiger beschäftigen. Umso wichtiger ist es, unsere Regionen resilienter zu machen und dabei konsequent auf innovative, datenbasierte Lösungen zu setzen.“, erklärt Philip Velmer von der Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.
Mit der Transferveranstaltung wurde ein wichtiger Meilenstein des Projekts erreicht. Die vorgestellten Ergebnisse schaffen eine Grundlage dafür, moderne Frühmeldesysteme künftig auch in weiteren Regionen einzusetzen und Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Resilienz gegenüber Hochwasserereignissen nachhaltig zu stärken.
