Ausrüstung reinigen zum Schutz unserer Gewässer
Wupperverband veröffentlicht Reinigungsregeln
Pressemitteilung vom 21.08.2026
Um die Ausbreitung gebietsfremder Arten (Neobiota) und Krankheiten in seinen Gewässern zu verhindern bzw. einzudämmen, ruft der Wupperverband alle Nutzerinnen und Nutzer zur Mitwirkung auf. Beim Besuch unserer Gewässer kommt es auf den Beitrag jeder Person an. Daher hat der Verband wichtige Vorgaben zusammengestellt, die festlegen, worauf dabei besonders zu achten ist.
Gewässer schützen in 3 Schritten: 1. Kontrollieren – 2. Reinigen – 3. Trocknen
Die Verbreitung von Neobiota und Krankheiten (z. B. Quaggamuschel und Krebspest) kann über jegliche im Wasser verwendete Ausrüstung erfolgen, z. B. Boote, SUPs, Tauch- oder Angelequipment, Wasserspielzeug. Deshalb ist die Beachtung der folgenden drei Schritte wichtig:
- Ausrüstung soll vor und nach dem Gebrauch am Gewässer sorgfältig auf u. a. anhaftende Pflanzenteile, Schmutz und Restwasser kontrolliert werden.
- Vor erneuter Nutzung soll die Ausrüstung gründlich und mit möglichst heißem Wasser gereinigt sowie Bilgen- und Restwasser vollständig entfernt werden.
- Nach der Reinigung und vor erneuter Benutzung soll die Ausrüstung dann vollständig getrocknet werden, empfohlen werden dafür mehrere Tage.
Beim Wechsel zwischen Gewässern ist es am besten, separate Ausrüstung zu verwenden. So kann wirkungsvoll verhindert werden, dass selbst mikroskopisch kleine Organismen zwischen unterschiedlichen Gewässern weitergetragen werden.
Mit dem Dreiklang „Kontrollieren, Reinigen, Trocknen“ leisten die alle Nutzerinnen und Nutzer einen wichtigen Beitrag für den Schutz unserer Gewässer sowie der heimischen Flora und Fauna im Wuppergebiet.
Die vollständigen Reinigungsregeln sind hier zu finden: https://www.wupperverband.de/service/freizeit
Invasive Neobiota gefährden Ökosysteme und Gewässernutzung im Wuppergebiet
In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl an Neobiota stark gewachsen. Auch im Wuppergebiet gibt es mittlerweile viele nicht-heimische Arten, jedoch werden nicht alle dieser Arten als invasiv eingestuft. Invasive Arten sind sehr anpassungsfähig, können sich massenhaft vermehren und explosionsartig ausbreiten. Dabei profitieren sie meist von veränderten Umweltbedingungen durch den Klimawandel. Etablieren sie sich in geeigneten Lebensräumen, entstehen erhebliche ökologische und wirtschaftliche Schäden. Auch die Gewässernutzung kann in der Folge erheblich eingeschränkt werden. Anschließendes Management ist mit hohen Kosten verbunden und oft nicht ausreichend wirksam. Deshalb ist die wichtigste Schutzmaßnahme zu verhindern, dass diese Arten ins Gewässer gelangen und sich dort weiter ausbreiten.
Der Fachbereich Limnologie des Wupperverbands hat im Juli die Brauchwassertalsperren mittels Umwelt-DNA gezielt auf invasive Arten wie die Quaggamuschel untersucht. Im Rahmen der Untersuchungen wurde die invasive Quaggamuschel bislang nicht nachgewiesen.
Doch das bedeutet keineswegs Entwarnung. Zur Verhinderung eines Befalls der Quaggamuschel ist die Einhaltung der Reinigungsregeln daher von zentraler Bedeutung.
Der Wupperverband hat die Reinigungsregeln auf seiner Website veröffentlicht. Darüber hinaus werden Hinweisschilder erstellt und Freizeitakteure wie Vereine gezielt informiert.
