Schwarzmundgrundel
Invasive Fischart
Steckbrief der Schwarzmundgrundel
Die Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus) ist eine invasive Fischart, die sich auch hierzulande verbreitet hat. Die Grundel kann über 20 cm groß werden, auch wenn sie bei hohen Bestandsdichten meist deutlich kleiner bleibt. Typisch für die Art sind leicht verwachsene Bauchflossen und ein schwarzer Fleck auf der ersten Rückenflosse, auch wenn der Fleck nicht immer vorhanden ist.
Verbreitung und Fortpflanzung
Ursprünglich stammt die Schwarzmundgrundel aus der Region zwischen dem Kaspischen und Schwarzen Meer. Mittlerweile lebt sie auch in deutschen Gewässern. Vermutlich ist sie über Ballastwasser von Frachtschiffen ins Land gekommen. Da sie nicht ursprünglich hier heimisch ist, wird sie als invasive Art bezeichnet.
Mittlerweile ist die Schwarzmundgrundel eine der am weitesten verbreiteten invasiven Fischarten der Welt. Sie ist sehr anpassungsfähig und deshalb auf allen Substraten und in allen Strömungsbedingungen zu finden. Die Fische laichen mehrfach in der Saison von Mai bis September und verbreiten sich deshalb rasant, sobald sie sich einmal in einem Gewässer etabliert haben.
Einfluss auf das Ökosystem
Die Schwarzmundgrundel ernährt sich von Kleintieren aller Art wie Kleinkrebsen, Muscheln, Schnecken und Insektenlarven aber auch von Fischlaich und Kleinfischen. Somit sorgen die Grundeln für einen hohen Bestandrückgang von heimischen Lebewesen und beeinflussen damit die Vielfalt des Ökosystems negativ.
