Signalkrebs

Invasive Krebsart

Signalkrebs
Signalkrebs

Steckbrief des Signalkrebs

Der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) ist eine invasive Flusskrebsart, die sich mittlerweile auch in Deutschland verbreitet hat und äußerlich dem hier heimischen Edelkrebs ähnelt. Der Signalkrebs kann bis zu 18 cm groß werden und ist an zwei Augenleistenpaaren und der roten Scherenunterseite zu erkennen. Äußerlich unterscheidet er sich vom hier heimischen Edelkrebs durch einen weiß-türkis gefärbten Fleck im Scherengelenk, einem glatten Panzer und der fehlenden Bedornung. 

Die invasive Art ist ein Allesfresser, ernährt sich aber hauptsächlich von Insektenlarven und lebendem sowie abgestorbenem Pflanzenmaterial. Die Futtersuche beschränkt sich hauptsächlich auf die Nacht, der Krebs ist teilweise aber auch tagaktiv. 

Verbreitung und Fortpflanzung

Ursprünglich stammt der Signalkrebs aus der amerikanischen Region. Seit den 1960ern wurde er aber auch in Europa und auch in Deutschland eingeführt. Signalkrebse sind im Verbandgebiet zum Beispiel in der Lingese- und der Kerspe-Talsperre zu finden. Die Krebse paaren sich einmal jährlich, meist im Herbst. Der Nachwuchs ist dann meist im Juni oder Juli des Folgejahres selbstständig und etwa mit 2 Jahren geschlechtsreif. 

Auswirkungen der Verbreitung

Der Signalkrebs ist offiziell eine invasive Art und beeinträchtigt das Gewässer-Ökosystem. Die Krebsart wächst deutlich schneller als andere Arten, hat eine höhere Vermehrungsrate und zudem eine höhere Aggressivität. Signalkrebse wirken sich negativ auf die Fischfauna, den Pflanzenbewuchs und andere Kleintiere aus. Den hier heimischen Edelkrebs hat der Signalkrebs fast ausgerottet. Signalkrebse übertragen eine pilzartige Erkrankung, die Krebspest genannt wird. Für die heimischen Edelkrebse ist die seuchenartig verlaufende Infektionskrankheit immer tödlich, während der Signalkrebs selbst resistent gegenüber dem Erreger ist. Da Signalkrebse flussaufwärts wandern und ohne Probleme Hindernisse wie Wehre über Land umwandern, können sie schnell in neue Gewässer gelangen und sich dort verbreiten. 

Maßnahmen gegen Verbreitung

Langfristig lässt sich die invasive Art nicht zurückdrängen. Durch gezielte Entnahme können die Bestände aber reguliert werden. Auch Besatzmaßnahmen mit nachtaktiven und in Grundnähe jagenden Raubfischen wie Aal und Zander können den Bestand verringern. Da Signalkrebse weit über Land laufen können, sollte die Art nicht im Gartenteich gehalten werden, um zu verhindern, dass der Krebs in andere Gewässer gelangt. 
 

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