Wupper-Renaturierung in Wuppertal auf der Zielgeraden

Hardtufer: Letzter Wupperabschnitt auf Wuppertaler Stadtgebiet wird naturnah gestaltet

Pressemitteilung vom 21.05.2026

Die langjährige, umfangreiche Renaturierung der Wupper in Wuppertal ist auf der Zielgeraden. Der letzte Wupperabschnitt des Stadtflusses Wupper wird nun in einem gut 1 km langen Gewässerabschnitt am Hardtufer wieder mit natürlichen Strukturen versehen. Der Wupperverband gestaltet hier in Kooperation mit der Stadt Wuppertal das Gewässerbett ökologisch wertvoller. Dadurch verbessern sich die Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen. Auch für die Menschen wird der Flussabschnitt – z. B. bei einer Schwebebahnfahrt – ein Hingucker. Es handelt sich um den Bereich, der sich von der Agentur für Arbeit bis hinter die Gerichtsinsel erstreckt.
Am Dienstag, den 26. Mai startet die Maßnahme. Die Arbeiten dauern – je nach Witterung und Wasserstand – ca. 3 Monate. 

Lebensraum für Flora und Fauna

Mehr Abwechslung und Dynamik ist die Devise: In das Gewässerbett werden große Steine eingesetzt, die für eine natürlichere Struktur sorgen sollen. So entstehen Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten. Hinter den Steinen entstehen ruhigere Bereiche, die von Fischen als Ruhezonen oder Laichplatz genutzt werden können. Auch werden so genannte Gumpen ausgehoben, also etwas tiefere Bereiche, die für Strömungsvarianzen sorgen und die Strukturvielfalt der Sohle erhöhen. Außerdem bieten die Gumpen Lebensraum für Fische, Insektenlarven und Kleinstlebewesen. 

Die Baustellenzufahrt befindet sich gegenüber der Agentur für Arbeit. Hier wird ein Teilbereich des Wupperzugangs abgesperrt. Es verbleiben dennoch Sitzbereiche für Freizeitgäste. Zudem finden die Arbeiten ausschließlich werktags tagsüber statt. Voraussichtlich werden auch 1 – 2 Stellplätze am Arbeitsamt für die Baufahrzeuge benötigt.

Im Rahmen der ökologischen Umgestaltung der Wupper, kann es im aktuellen Bauabschnitt und unterhalb zu Trübungen der Wupper durch aufgewirbeltes Sediment kommen. Dies ist aber für die Natur und das Gewässer unbedenklich. Auch sind Baggergeräusche möglich.

Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, ist das letzte Stück von 15 km Wupper im Wuppertaler Stadtgebiet in Kooperation von Stadt Wuppertal und Wupperverband naturnah umgestaltet. Auch Unternehmen haben das Projekt entlang ihrer Grundstücke und Firmengelände unterstützt. Der Stadtfluss wird seit dem Jahr 2006 schrittweise umgestaltet. Das Projekt ist somit ein weiterer Schritt in Richtung Lebensader Wupper. 
Die Investitionen für den aktuellen Bauabschnitt betragen 450.000 Euro. Die Maßnahme zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird zu 80 % vom Land NRW gefördert.

expand_less
VOILA_REP_ID=C1257817:0030CCD3