Wupperverband verleiht Preise für Abschlussarbeiten
Vier Absolventen erhalten Auszeichnungen für ihre Bachelor- und Masterarbeiten

Pressemitteilung vom 19.05.2026
Der Wupperverband hat beim Symposium Flussgebietsmanagement am 19. Mai in Wuppertal vier Auszeichnungen für Studienabschlussarbeiten verliehen.
Die Arbeiten greifen konkrete Wupperverbands-Themen oder aktuelle wasserwirtschaftliche Fragestellungen auf.
Insgesamt waren sechs bereits benotete Bachelor- und Masterarbeiten zur Prämierung eingereicht worden.
Der 1. Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, wurde in diesem Jahr zweimal verliehen:
Lukas Enders aus Monheim erhielt den 1. Preis für seine Bachelorarbeit an der Technischen Hochschule Köln zum Thema "Biberaktivität und deren Einfluss auf die Sicherheit von Hochwasserrückhaltebecken – Analyse und Maßnahmenentwicklung". Die Arbeit befasste sich mit Gefährdungen der technischen Bauwerke durch Biberaktivität und zeigte mögliche Schutzmaßnahmen sowie auch den Bedarf an klaren rechtlichen Rahmenbedingungen im Kontext zwischen Artenschutz und dem Betrieb von wasserwirtschaftlichen Anlagen auf.
Leonard Martin Kaufhold aus Köln wurde mit dem 1. Preis für seine Masterarbeit an der Technischen Hochschule Köln ausgezeichnet. Das Thema seiner Arbeit lautete "Konzeption eines Sedimentmanagements für die Wupper-Vorsperre – Datengrundlage, Standortmodell und Entnahmestrategien". Die Masterarbeit stellte die möglichen Wege für das Sedimentmanagement an Talsperren dar und ist daher eine konkrete Hilfestellung für das Sedimentkonzept des Wupperverbands.
Der 2. Preis in Höhe von 800 Euro ging an Jan-Philipp Rau aus Düsseldorf für seine Masterarbeit an der Universität Duisburg-Essen. Gegenstand der Arbeit war "Die Übertragung kommunaler Abwasserkanalnetze an sondergesetzliche Wasserverbände in Nordrhein-Westfalen – eine politikökonomische Analyse vor dem Hintergrund der kommunalen Altschuldenkrise". Anhand von drei Fallbeispielen wurden in der Arbeit Mechanismen identifiziert, die erklären, warum sich Gemeinden und Verbände für eine Übertragung entscheiden.
Der 3. Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, ging an Christian Lammers aus Schiefbahn. In seiner Masterarbeit an der Radboud University Nijmegen untersuchte er "Deep Learning Based Surrogate Models for Hydraulic Simulations". Diese Masterarbeit im Kontext des Projekts Bergisches Hochwassermeldesystem 4.0 untersuchte das enorme Potenzial Künstlicher Intelligenz (KI). Durch Deep-Learning Methodik und eine spezielle KI-Architektur können präzise Hochwassergefahrenkarten schneller erstellt und die Vorhersage von Hochwässern enorm beschleunigt werden.
"In diesem Jahr hat mich erneut die Themenvielfalt der eingereichten Abschlussarbeiten und ihre hohe Qualität sehr beeindruckt", freut sich Wupperverbands-Vorstand Ingo Noppen anlässlich der Prämierung. "Es zeigt sich, die Wasserwirtschaft hat für junge Forschende viele spannende Themen zu bieten. Und die prämierten Arbeiten liefern uns viele konkrete Ansatzpunkte und Hilfestellungen für unsere tägliche Arbeit."
Abschlussarbeiten für 2027 einreichen
Im kommenden Jahr wird der Verband erneut Studienabschlussarbeiten prämieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Arbeiten einen Bezug zum Aufgabenspektrum des Wupperverbandes haben und bereits benotet sind.
Informationen zur Prämierung von Studienabschlussarbeiten sind unter https://wupperverband.de/projekte/forschung/studienabschlussarbeiten zu finden.
Pressefoto
Die Personen von links nach rechts:
- Thomas Klein, Geschäftsbereichsleiter Technik & Flussgebietsmanagement, Wupperverband
- Lukas Enders
- Leonard Kaufhold
- Ingo Noppen, Vorstand, Wupperverband
(Jan-Philipp Rau und Christian Lammers konnten ihre Auszeichnung leider am 19.5. nicht persönlich entgegennehmen.)
