Naturnahe Umgestaltung am Murbach

Projekt am Murbach im Bereich Sinneswald abgeschlossen

renaturierter_Murbach_Sinneswald
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Das Projekt am Murbach im Bereich des Sinneswalds (Leichlingen) ist abgeschlossen. Der Wupperverband gestaltete zwischen Oktober 2024 und November 2025 einen insgesamt rund 460 Meter langen Bachabschnitt naturnah und durchgängig um. Das kommt Fischen und Kleinstlebewesen zugute und hat einen positiven Einfluss auf das Ökosystem Bach. Zudem ist der Abfluss verbessert.

Die Arbeiten wurden in mehreren Teilen durchgeführt. Der Betrieb Gewässer setzte die einzelnen Schritte bachaufwärts vom Wiesengrundstück unterhalb des Sinneswaldes bis zum Mühlenteich am nordöstlichen Ende des Sinneswaldes um. Es wurden zwei Wehre und ihre technische Konstruktion entfernt. Diese stellten vorher ein Hindernis für die Lebewesen im Bach dar. Zudem entsprach der Anstau durch die Wehre nicht einem natürlichen Bachsystem. Der Höhenunterschied, der durch die Wehre entstand, wurde ausgeglichen, der Uferbereich mit Wasserbausteinen stabilisiert und so ein natürliches Bachbett geschaffen. Wanderfische wie der Lachs können nun bachauf- und abwärts wandern. Der Murbach kann ihnen deshalb jetzt als Lebensraum und Laichgebiet dienen.

Murbach Sinneswald renaturiert
Murbach Sinneswald renaturiert

Auf dem Wiesengrundstück im unteren Abschnitt und entlang der Teiche im mittleren Abschnitt wurde der Murbach aufgeweitet und die Böschungen wurden abgeflacht. Um mehr Raum für den Bach in der Aue zu gewinnen, wurden die vorhandenen Teiche umgestaltet und zum Teil als Amphibiengewässer angelegt. Die ökologische Gewässermaßnahme leistet damit einen Beitrag zum „grünen Hochwasserschutz“. 

Zu 80 Prozent wurde das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die restlichen 20 Prozent übernahm der Wupperverband gemäß seiner Zielvereinbarung zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. 
Das Projekt wurde in Absprache mit mehreren Beteiligten durchgeführt. Besonders bedankt sich der Wupperverband bei den Grundstückseigentümern im Sinneswald und des Wiesengrundstücks. Dank ihrer Bereitschaft, Flächen zur Verfügung zu stellen und der Entfernung der Wehre zuzustimmen, konnten die Maßnahmen umgesetzt werden.

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